Jeans gehören bei den meisten von uns zu den Lieblingsteilen im Kleiderschrank. Sie sind häufig und das ganze Jahr im Einsatz (selbst im Hochsommer greifen wir zur Jeansshorts), sie sind unempfindlich und unkompliziert zu kombinieren. So lassen sie sich genauso wunderbar zu Heels und Seidenbluse wie zu Sneakers und Tshirt stylen. Zusätzlich hat die Jeans im aktuellen Jahr 2023 einen großen Trend erlebt: „Denim-on-denim“, also Jeans von Kopf bis Fuß inklusive Schuhen, Taschen und weiteren Accessoires wie Broschen, und lange Jeansröcke waren und sind topaktuell. Auch was die Vielfalt an Jeansmodellen angeht, war dieselbe in den letzten Jahren selten so groß: Skinny, Wide Leg, Bootcut, Flare, Mom Fits, Straight Cut, Baggy Fits…
Wo nun aber gibt es in München eine tolle Auswahl an Jeans und welche Marken sind empfehlenswert?
Jeans Shopping in München
1. Nachhaltige Jeans:
Gibt es z.B. bei Dear Goods. Und zwar z.B. von den Marken Kuyichi (ein absoluter Vorreiter in Sachen Bio-Denim) und von Armed Angels. Qualitativ kann ich beide Marken empfehlen. Ich empfinde Waschungen und Schnitte bei Kuyichi als etwas sportlicher, Armed Angels hingegen wirkt etwas femininer und bietet dabei die noch breitere Auswahl an Modellen an. Die skinny Jeans sitzen wie eine zweite Haut und leiern auch bei häufigem Tragen kaum aus; es gibt aber natürlich auch gerade, weite und ausgestellte Modelle in verschiedenen Waschungen.
Dawn Denim ist ebenfalls eine nachhaltige deutsche Jeansbrand mit einer super Modellauswahl. Zu finden ist Dawn z.B. bei Treibholz Fashion Store in der Augustenstraße und im About Given im Glockenbachviertel. Bei About Givn (in der Baaderstraße) findet ihr auch die coolen Denims von Haikure, einem angesagten italienischen Label.
Unbedingt auf dem Schirm haben sollte man auch das schwedische Label Nudie Jeans, das mit ihrer „Denim-Werkstatt“ sogar die Reparatur deines Lieblings anbietet. Im Store in der Rumfordstraße, nur wenige Meter vom Viktualienmarkt und dem Gärtnerplatz entfernt, findet ihr eine riesengroße Auswahl an nachhaltigen Modellen und, meiner Erfahrung nach, auch eine tolle Beratung rund um die Details zu Materialien und Herstellung. Nudie Jeans verwendet bei der Produktion u.a. zertifizierte Bio-Baumwolle und „Deadstock Fabrics“, also übriggebliebene bzw Restbestände von Stoffen.
Die Jeanspreise liegen bei genannten Brands ca zwischen 90€-150€.
2. Premium Jeans:
Gibt es natürlich in den großen Premium Modehäusern Ludwig Beck, Oberpollinger, Breuninger und Lodenfrey. Bekannte und etablierte Marken sind in diesem Bereich z.B. 7 for All Mankind, Citizens of Humanity, Adriano Goldschmied Ag Jeans und Mother Denim (die Mother Fans schwören auf die figurbetonten Passformen, die Haltbarkeit und die hochwertige Stretchqualität). Hier liegt eine Jeans meist um die 200€, kann aber auch schon einmal bis zu 350€ kosten.
7 for All Mankind haben seit Mai 2024 einen eigenen Store in der Theatinerstraße. Hier findet ihr das größte Angebot an 7fAM Jeans für Damen wie Herren in der Stadt und auch Bekleidung wie Pullover, Hemden etc.
Closed ist eine weitere Brand die ich hier unbedingt nennen möchte. Zwar sind sie mittlerweile weit über ihre Jeans hinaus bekannt und machen, wie ich finde, auch tolle Stoffhosen, Sweatshirts, Strick und vieles mehr, aber die Jeans sind nach wie vor das, wofür und womit die Marke berühmt geworden ist. Wahrscheinlich kennen die meisten von euch das Modell „Pedal Pusher“, eine Mom Jeans, die auch schon von Sarah Jessica Parker in Sex and the City getragen wurde. Closed bietet eine große Auswahl an verschiedenen Schnitten und Waschungen, von „Klassikern“ wie schmalen Modellen bis hin zu saisonalen Trend-Modellen wie z.B. aktuell der „Barrel-Jeans“.
3. Nischen-, und Luxusbrands:
Gibt es teilweise auch in den oben genannten großen Häusern, aber auch in hochwertigen Multibrand-, und Luxury Fashionstores wie Mytheresa. Schwittenberg (leider dauerhaft geschlossen), Zusann Fashion, Ruby Store…
Zu nennen ist hier z.B. das angesagte Label Agolde. Agolde zeichnet sich durch „echte Denims“ aus, d.h. viele der Jeans sind ohne Stretchanteil, also aus 100% Baumwolle und bekommen ihren Charakter in erster Linie erst durchs (Ein-)Tragen. Auch die Designs von Agolde sind außergewöhnlich und sehr modisch; so war z.B. die „Crisscross“ Jeans, bei denen der Verschlussknopf vorne asymmetrisch nach unten versetzt ist, ein ganz großer Trend in Modekreisen, aktuell gehören gerade 90s Schnitte und weite Modelle wie die „Low Slung Baggy“ zu ihren Bestsellern.
Zu den „kleineren“ Marken, die auch tolle Jeans machen zählen auch einige skandinavische Brands. Zu meinen Lieblingen gehören hier die Modelle von My Essential Wardrobe (z.B. bei Capricorn in der Reichenbachstraße) und Won Hundred (z.B. bei Homegirl am Gärtnerplatz). Totemes Jeans (z.B. bei Mytheresa) sind sehr clean und in erster Linie durch ihre perfekt durchdachten Silhouetten auffallend. Understatement für Minimalisten sozusagen.
Frame Denim, the.Nim, Jeans von Anine Bing, Khaite, Acne Studios, R13 und Nili Lotan gehören ebenfalls in diese – sehr modische und preislich im oberen Segment angesetzte – Liste.
Die Liste ließe sich sicherlich noch um einiges erweitern und es gibt im Bereich Denim auch immer wieder Neues zu entdecken; nicht nur was Brands angeht, sondern auch im Bezug auf neue Materialien und umweltschonende Bearbeitungsmöglichkeiten. Beim Bleichen und Bearbeiten von Jeans werden nach wie vor sehr häufig sehr strak umwelt-, und gesundheitsschädigende Chemikalien verwendet. Darum heißt es hier insbesondere wenn möglich auf Second Hand oder nachhaltige Marken ausweichen!
Und wenn ich dich bei der Suche nach der perfekten Jeans unterstützen soll, du auf der Suche nach für dich passenden Brands bist oder einfach nicht weißt, welche Passformen gut zu dir und deiner Figur passen, dann gib Bescheid.
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Eure Heide