Zara ist Teil des weltweit größten Textilunternehmens und börsennotierten Konzerns Inditex. Gegründet würde das Unternehmen, das ursprünglich Zorba heißen sollte (dann aber aufgrund einer Bar im Gründungsort mit demselben Namen kurzerhand in Zara umgetauft wurde) bereits 1975 in Spanien, genauer gesagt in A Coruna, von Amancio Ortega und dessen Frau Rosalia Mera. Zara ist bei vielen Modefans extrem beliebt, da Zara es perfektioniert hat Laufstegtrends und News von den Runways, aber auch Trends aus allen Metropolen der Welt, in kürzester Zeit zu kopieren und zu produzieren und mittlerweile auch selbst zu schaffen. Dabei ist der Preis erschwinglich, so dass auch derjenige, der sich das Original vielleicht nicht leisten kann, den Trend kaufen und mitmachen kann.

 

Fakt 1: Zara macht keine klassische Werbung, lediglich eine saisonale Online-Kampagne für die Webpage und die Stores (hierfür arbeiten sie jedoch mit einigen der erfolgreichsten Models und Fotografen der Brache).

Fakt 2: Zara kopiert nicht nur Fashiontrends von den internationalen angesagtesten Designern, sondern setzt auch auf Trends, die sie in ihren Filialen beobachten genau wie auch auf solche, die ihre Trendscouts auf den Straßen der Großstädte „sammeln“.

Fakt 3: Nicht nur Kunden, deren Budget limitiert ist, sondern auch Celebrities und Royals wie z.b. Kate Middleton, Emily Ratajkowski, Selena Gomex, Hailey Bieber, Bella Hadid und viele mehr, tragen regelmäßig Zara Pieces. Zara und Premium oder High Fashion zu mixen, ist nach wie vor absolut angesagt.

Fakt 4: Zara schafft Begehrlichkeiten u.a. dadurch, dass die Kollektionen im 2-Wochen-Rythmus wechseln. Ist dir schon einmal aufgefallen, dass man es selten schafft zwei Mal bei Zara gewesen zu sein und nicht das Gefühl zu haben, alles ist anders als beim letzten Besuch? Und hattest du nicht schon einmal das Gefühl, schnell zuschlagen zu müssen, da das Piece sonst vielleicht beim nächsten Besuch schon wieder weg ist oder nach wenigen Tagen festgestellt, dass das Kleidungsstück, das dir vom letzten Mal im Store im Kopf geblieben ist, nicht mehr aufzufinden ist?

Tipp: In den meisten Fällen gibt es die Styles, die du nicht mehr auf der Fläche findest, noch. Eine kürzere noch Zeit im Lager, meist auf der Webpage oder ansonsten zum Saisonende wieder im Sale (aber dazu später mehr).

Fakt 5: Vom ersten Entwurf eines Kleidungsstückes oder Accessoires bis an die Kleiderstange im Store dauert es bei Zara häufig nur 10 bis 14 Tage. Keiner ist schneller.

Fakt 6: Zara ist extrem datenbasiert, schnell (auch was die Logistik betrifft), lösungsorientiert, wertet ständig Abverkäufe und Nachfrage an den verschiedenen Standorten aus, beobachtet Online-Suchbegriffe und das Suchverhalten ihrer Kunden zu jedem Zeitpunkt, steht im engen Austausch mit seinen Angestellten, hat allein 350 Designer (das ganze Unternehmen Inditex hat 700) und arbeitet extrem „ganzheitlich“.

Fakt 7: Das Unternehmenszentrum in Arteixo ist das Herz von Zara. Hier laufen alle Fäden zusammen. Der Ort steht voll und ganz im Zeichen von Zara. Hier gibt es auf einer Fläche von 170.000 Quadratmetern ein unterirdisches Logistikzentrum, ein firmeneigenes Fotostudio, Musterläden und -flächen, die Modellmacherei für die Kollektionen und vieles mehr. Würde man alles besichtigen, so legt man eine Strecke von über 5km hin.

Fakt 8: Zara hat Shops in 96 Ländern. Im Geschäftsjahr 2022 erzielte Zara einen weltweiten Umsatz (inkl Zara Home) von knapp 23,8 Milliarden Euro.
 
Fakt 9: Zara produziert verhältnismäßig kleine Mengen eines Artikels. Und ist er vergriffen, so wird er nie genau identisch wieder produziert, sondern beispielsweise in einer anderen Farbe oder in einem etwas anderen Material. Zara hat das Credo, dass es von allen getragen werden soll, aber nicht alle dasselbe anhaben. Das gilt sogar für solche Artikel, die viral gehen und somit eine ungeheure Nachfrage kreieren.
 
Fakt 10: Zara Stores sind (fast ausnahmslos) in den besten Innenstadtlagen. Eine Besonderheit ist, dass Zara Shops sich gerne in der Nähe zu Luxusmode-Stores positionieren um den Eindruck zu erwecken, ebenso „hochwertig“ zu sein
 
Fakt 11: Ist euch schon einmal aufgefallen wie unterschiedlich die Sortimente z.B. in anderen europäischen Städten sind? Zara stimmt ihr Angebot immer auf die Region und deren Geschmack ab und auch das, was beispielsweise in den Münchner Innenstadt Filialen und in den Münchner Einkaufszentren hängt, unterscheidet sich voneinander.
 
Fakt 12: Zara hat 7 Schwestern. So gehören neben Zara auch Massimo Dutti, Oysho, Bershka, Pull And Bear, Stradivarius, Zara Home und Uterque zur Inditex-Gruppe.
 
Fakt 13: Zara ist nicht nur Meister der Kopie, sondern auch Meister des Sales. Regelmäßig sind bestimmte Artikel innerhalb von wenigen Minuten nach Start des End of Season Sales ausverkauft. Der Schlussverkauf wird kurz vor dessen Start angekündigt und beginnt in der App eine Stunde bevor es auf der Webpage losgeht. Wie die Zara Fans und Schnäppchenjäger unter euch vermutlich wissen, findet der große Sale von Zara  normalerweise Ende Juni und Ende Dezember (meist am 25. oder 26. des jeweiligen Monats) statt.
 
Tipp: Wenn du schon bestimmte Sachen im Blick und auf der Wunschliste hast, dann packe sie am besten einige Stunden vor Beginn des Sales (meist um 20uhr bzw auf der Webpage dann um 21Uhr) schon in deinen Warenkorb. Sonst kannst du sobald es losgeht zuschlagen und läufst nicht Gefahr dass alles schon ausverkauft ist.
 
 
 
 
Zara_Outfit

Zara_Outfit

 

Mit diesem Tipp möchte ich nun auch zu meinem kleinen Fazit zu Zara kommen:

Bei aller Anerkennung, die man dem Geschäftsmodell Zara und seinem Macher und Erfinder, meiner Meinung nach, zollen muss, steht Zara für eine Wegwerf-Kultur, die in der heutigen Zeit und in Hinsicht auf unsere Umwelt mehr als fragwürdig ist. Nun hat Zara begonnen, ihr Versand-Kartons wiederzuverwerten, auch ihre Store sind größtenteils renoviert und ökoeffizient, an Recycling-Optionen wird geforscht, Giftstoffe werden vermieden und auch Zara Pre-Owned ist vor ein paar Tagen an den Start gegangen. Alles gute Ansätze, aber was bleibt ist das ständige Kreieren von Begehrlichkeiten. Fast Fashion im Sinne von „schnell produziert“, „schnell geliefert“, „schnell gekauft“ und dann „schnell wieder aussortiert“…?
 
Nun ja, ich denke man sollte differenzieren: Unreflektierte Impuls-, und Trendkäufe führen meistens zu einer kurzen Tragezeit, einem übervollen Kleiderschrank und nur wenig Wertschätzung für das jeweilige Kleidungsstück. Bei Zara kann man definitiv immer mal wieder coole Sachen finden, zweifelsohne. Aaaber fragt euch bitte vor dem Kauf: Entspricht das Stück mir und meinem Stil? Würde ich es auch kaufen wenn es aktuell nicht angesagt wäre? Würde ich es auch kaufen wenn es doppelt oder dreifach so viel kosten würde? Werde ich die Jeans, das Kleid, das Top auch in den kommenden Saisons noch tragen? Ist die Qualität und die Passform so, dass ich mich darin wohl-, und gut fühle? Ansonsten würde ich euch raten: lasst es im Laden. Ihr schont die Umwelt und euren Geldbeutel und könnt euch sicher sein, der nächste Trend wartet schon, bei Zara schon in 10 bis 14 Tagen….
 

Ihr sucht Alternativen zur Fast Fashion von Zara und Co? Oder möchtet bei den großen Modeketten nur noch ganz gezielt, möglichst „nachhaltig“ und eventuell auch nur ganz spezifische wenige Styles shoppen? Gerne berücksichtige ich deine Wünsche bei einem gemeinsamen Personal Shopping in München oder berate dich zu anderen (selbstverständlich auch preisgünstigen) Einkaufsmöglichkeiten. Oder vielleicht ist dein Schrank ja auch bereits so voll, dass du lieber mit einer aktualisierten Garderobe und einem  „Roten Faden“ was Stil und zukünftiges Shopping angeht beginnen möchtest. Dann können wir uns gern in und um München zum Kleiderschrankcheck sehen. Meldet euch gerne bei mir!

Eure Heide

 

 

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