Dem ein oder anderen von euch ist der Begriff „Investment Piece“ sicherlich schon einmal untergekommen. Aber was bedeutet das eigentlich genau und wo lohnt sich eine solche „investition“, also ein hoher Preis für ein Kleidungsstück oder Accessoire, wirklich und worauf sollte man beim Kauf des Stückes achten?

1. Die Designer-Tasche

Spricht man von einem Investment Piece, dann kommt man um die Designer-Tasche nicht herum. Sei es die „Timeless“, „Boy Bag“ oder die 2.55 von Chanel, die „Speedy“ von Louis Vuitton, die „Birkin“ oder „Kelly Bag“ von Hermes, die „City“ von Balenciaga oder die „Trapeze“ von Celine – eine Luxus-Handtaschen ist der Traum vieler Frauen und die genannten zählen zu den weltweit begehrtesten Modellen. Und das nicht ohne Grund, hängt die Gesamtwirkung eines Outfits durchaus nicht selten mit der Wahl der Accessoires zusammen. Auffällig bei den genannten Modellen ist, dass sie alle absolut zeitlos, häufig in ihrer Wirkung fast konservativ-klassisch sind, so dass sie einfach jedes Outfit von puristisch bis supertrendy „abholen“ und „upgraden“ bzw die perfekte Ergänzung zu den unterschiedlichen Stilrichtungen sind.

Mein Tipp: Solltest du in eine Handtasche investieren wollen, dann wähle ein klassisch-zeitloses Modell in einer mittleren Größe. Farblich würde ich empfehlen einen neutralen bzw einen Ton zu wählen, der zu den allermeisten Farben in deinem Kleiderschrank passt. Zumeist sind das die „Klassiker“ Schwarz und Cognac, aber auch Farbtöne wie ein Tiefes Bordeaux oder Petrol können zum Kombinieren sehr vielseitig sein (und unter Umständen zusätzlich etwas „Spannung“ ins Outfit bringen). Wer kein Liebhaber der großen Luxuslabels ist, der hat mittlerweile auch tolle Möglichkeiten im mittelpreisigen Bereich wunderschöne („langlebige“) Taschen zu kaufen. Hier würde ich z.B. Wandler, Mansur Gavriel, Little Liffner, Yuzefi oder Elleme empfehlen.

Investment-Pieces_AproposGmund

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2. Die Basics

Meist verkannt wird die Bedeutung und Wirkung von hochwertigen Basics. Das „Invest“ ist hier im Vergleich zur Handtasche normalerweise deutlich geringer, die Wirkung aber unter Umständen nicht weniger groß. „Basics“ sind unsere „Essentials“, die Teile, die wir am häufigsten tragen und waschen und die mehr oder weniger ständig im Einsatz sind. Aus genau diesen Gründen müssen sie auch viel mehr „aushalten“ als unsere Eyecatcher-Pieces fürs Ausgehen. Wer hier auf zeitlos-moderne und qualitativ wertige Stücke setzt, der hat bereits ein „Fundament“ an Kleidung, auf das und um das herum er wunderbar aufbauen kann.

Mein Tipp: Investiere in gute Basics. Hier zählen neben der Qualität/ dem Material natürlich auch die Passform und der Tragekomfort. Im Idealfall fühlen wir uns in unseren Basics rundum wohl. Die perfekte Jeans, das einfarbige Lieblingstshirt, das schlichte Top unter dem Blazer, der kleine Rolli, den man in der kälteren Jahreszeit auch so wunderbar unter dem Kleid tragen kann…Basics oder „Staples“, wie man im Englischen sagt, sind individuell und für jeden  unterschiedlich und dennoch gehören sie zu unserem Wohlfühlen wie kein anderes Kleidungsstück oder Accessoire.Brands, die sich auf tolle hochwertige „Essentials“ spezialisiert haben sind z.B. im Luxussegment The Row und Toteme und Stricker wie Iris von Arnim oder Cucinelle, aber auch kleinere Marken, wie z.B. das Münchner Label „Liapure“ bieten wunderbar hochwertige „essentielle Everyday-Pieces“ an. Das „Investment“ in Basics lohnt sich insofern, als dass wir auch hier von zeitlosen Stücken, die uns – völlig unabhängig von aktuellen Trends und Silhouetten – sprechen. Kann ein Trend-, oder Hinguckerteil, meiner Meinung nach, auch einmal günstiger sein, so sollte das, was wir langfristig und praktisch täglich tragen, Qualität haben.

3. Der Mantel

Ein lohnendes Investment-Piece kann auch der Mantel sein. Warum? Weil wir ihn insbesondere im Herbst und im Winter praktisch täglich tragen und er dann unsere Stil-Visitenkarte ist, das heißt das was unser Umfeld zuerst wahrnimmt.

Mein Tipp: Auch hier empfehle ich, auf ein zeitlos-modernes Modell wie z.B. einen Wollmäntel von Max Mara zu setzen. Wunderbare Modelle gibt es z.B. auch von Joseph und Harris Wharf. Auch bei der Wahl des (Daunen-)Mantels für die ganz kalten Tage würde ich immer empfehlen auf ein „klassisches“ Modell zu setzen. Die im letzten Winter aktuelle fast bodenlange Länge kann im nächsten Winter schon wieder einem neuen Trend gewichen sein. Am besten fährst du im Allgemeinen mit einer Knie-, oder Wadenlänge (schließlich möchtest du vom Mantel möglichst warmgehaltem werden), einer Passform und Steppung, die nicht allzu viel Volumen addiert und einem Hersteller, der auf Daune spezialisiert ist. Als Investition zu empfehlen sind hier z.B. Moncler, Herno, Peuterey, aber auch kleinere und nachhaltige Brands wie Lempelius, Save the Duck und Embassy of Bricks and Logs bieten tolle Stücke an, die ihr lange tragen (und dabei wunderbar warm bleiben ;)) könnt.

Du möchtest mehr erfahren zu Investment-Pieces oder solchen Teilen, die deinem Kleiderschrank fehlen? Welche der vorhandenen Teile erfüllen die Kriterien eines zeitlos-modernen Kleidungsstückes und welche lassen deinen Look eher weniger vorteilhaft wirken? Lass uns das gern gemeinsam bei deinem  Kleiderschrankcheck herausfinden um deine Garderobe so zu optimieren, dass sie dir langfristig Freude bereitet.

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