Immer wieder höre ich von Kunden und Kundinnen sie hätten ihren Stil noch nicht gefunden oder sie hätten erst gar keinen. Das trifft in den seltensten Fällen zu. Denn mal ehrlich – Hand aufs Herz – wer von euch kann nicht ganz entschieden mindestens 5 Teile in seinem Kleiderschrank benennen die er (unabhängig von aktuellen Trends in der Mode) heiß und innig liebt? Lasst uns einmal an diesem Punkt starten und uns fragen: Was haben diese Teile gemeinsam? Amy Smilovic, die Designerin von Tibi, stellt diesbezüglich eine sehr kluge Frage:

„Which adjectives define your style?“                 

und das soll auch mein Tipp #1 für euch sein. Fragt euch, welche Eigenschaften eure Lieblingsteile ausmachen. Sind sie maskulin? kreativ? verspielt? feminin? sexy? cool? sportlich? pragmatisch? unangepasst? avantgardistisch? fröhlich? eklektisch? minimalistisch-clean? modern? retro? klassisch? Wähle 2-3 Adjektive und sieh dir deine Kleidungsstücke an. Entsprechen sie deinen Adjektiven? Und wenn nicht, dann könnte das ein guter Grund dafür sein, dass du sie selten oder gar nicht trägst.

Hole dir Inspiration bei Anderen aber kopiere nicht lediglich, sondern style immer mit einem eigenen Twist!   

Gut und authentisch fühlt sich ein Outfit meist erst dann an, wenn es wirklich „deines“ ist. Hailey Bieber trägt Cargo Pants mit Crop Top und Sneakers und du liebst den Look an ihr? Frag dich was du am Outfit magst, welche ihrer Kleidungsstücke und Accessoires deinen Adjektiven entsprechen und welche weniger. Ersetze solche, mit denen du dich weniger identifizierst durch eines deiner Lieblingsteile. Du siehst immer noch modern und modisch up to date  aus, wirkst aber nicht wie eine Kopie.

Mache dich frei von „Must Haves“ und Magazin-Features, die dir sagen was „in und out“ ist. 

Vergiss nicht, dass es auch bei Modemagazinen um Marketing geht und ein individueller Style (der immer auch eine gewisse Konstanz – man denke an einen Karl Lagerfeld oder auch einen Hedi Slimane – im Look mit sich bringt) durchaus aus Saisons erlebt, in denen er aktuellen Trends wenig oder gar nichts abgewinnen kann. Und das ist okay. Mode ist zwar ein Abbild unserer Zeit, unserer Kultur, unserer Bedürfnisse und Wünsche und unseres Lifestyles, aber sie erfindet sich auch immer wieder neu, um zu verkaufen. Es ist schließlich nicht nur etwas das Freude bringt, sondern auch ein gewinnbringendes Business.

Frage dich warum du dich mit bestimmten Marken und Brands identifizierst.   

Dieser Punkt ergänzt Punkt 1. Wofür steht deine Lieblingsmarke? Auch die Adjektive einer Marke können dir dabei helfen, deinen eigenen Stil zu definieren. Wenn du beispielsweise gern Sandro trägst, dann könnten Marken mit einer ähnlichen DNA vielleicht auch gut zu dir passen. Hast du dir beispielsweise schon einmal Ba&sh, The Kooples, Maje oder Etoile Isabel Marant angesehen? Und wenn ja, kannst du Unterschiede feststellen? Was gefällt dir bei der ein oder anderen Brand weniger gut als bei deinem Liebling Sandro? Ist Ba&sh zu „vintage-y“? The Kooples zu rockig? Auch Unterschiede helfen uns dabei, unseren eigenen Stil klarer zu definieren und letztlich zu finden.

Was ist „typisch Du“? Was ist deine „Signatur“? Was unterscheidet deinen Look von anderen und welches Element wiederholt sich in deinen Outfits? 

Die meisten von uns haben etwas, das sie unabhängig von Zeit und Alter lieben und das für Außenstehende häufig ganz klar ein solches „Signature Element“ ist. Erst kürzlich habe ich mich in die Hüte einer Kundin verliebt, ein anderes Mal in die Tshirts vom geliebten Kiez und ein weiteres Mal in die Rockabilly Schätze einer sehr lieben Kundin, die sich nicht sicher war, ob man das „noch“ tragen kann. Mir haben diese Teile aus einem Grund so gut gefallen: weil sie authentisch und individuell waren und einen speziellen Menschen und Charakter gespiegelt haben und nicht nur etwas, das „eben gerade in war“. Und daher auch hier mein Rat: Integriert genau diese Styles in euren Look. Es können plakativere, aber auch ganz dezente Elemente, Silhouetten oder Farben sein. Entscheidend ist, dass ihr euch nicht jede Saison neu erfindet und den Mut habt, etwas Eigenes in euren Look zu inkludieren bzw Elemente beizubehalten, auch wenn sie gerade nicht mehr in den Schaufenstern der Boutiquen zu sehen sind. Dem angesagtesten und hippsten Teil fehlt die Seele, wenn das Drumherum nicht stimmt. Und, so zumindest sehe ich das, ist das richtige Drumherum immer ein individueller Twist. Traue dich also ruhig, etwas anders zu sein und im Zweifelsfall auch einmal zu polarisieren. In meinen Augen muss Mode und ein Outfit authentisch sein, und das geschieht nur wenn mutig genug ist, seine Persönlichkeit darin auszudrücken.

 

Auch beim Personal Branding geht es um einen  „Signature Style“ oder auch ein Alleinstellungsmerkmal, einen sogenannten USP. Solltest du Unterstützung dabei brauchen, herauszufinden, was dich „unique“ und unverwechselbar macht, dann schreib mir gern oder ruf mich an und lass uns gemeinsam überlegen, was es ist, das du liebst und wie wir diese „Adjektive“ in deinen Style integrieren oder stärker zum Ausdruck bringen können. Ich freu mich schon! xx, Heide

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