Was ist modernes Styling? Und wie bleibe ich modisch „up-to-date“ ohne mich jede Saison komplett neu einzukleiden?

Für mich bedeutet modernes Styling, dass ein Look individuell und dennoch „unangestrengt“ wirkt. Modern und modisch sind auf keinen Fall dasselbe. Sich modisch und trendig zu kleiden, hat mit einem modernen Stil oder Outfit erst einmal gar nichts zu tun und ist nicht mehr als eine Option. Nichtsdestotrotz spiegeln Mode und Trends natürlich immer auch aktuelle kulturelle und poitische Entwicklungen, Gefühle und Träume und entsprechend finden wir – als Gegensatz zu und Wunschtraum in Covid-19 Zeiten – z.B. in den Frühling/Sommer Kollektionen 2021 sehr viel Farbe, die an das Meer und traumhafte Urlaubsorte erinnern. Und wer neugierig offen und empfänglich für ebendiese Einflüsse in der Mode ist, der wird sich auch immer wieder zu aktuellen Silhouetten und „neuen modernen“ Details hingezogen fühlen.

Was heißt das nun konkret auf modernes Styling angewendet? Nun, es heißt, dass guter Stil zunächst einmal eine individuelle Basis braucht. Ein Fundament sozusagen. Ein Fundament von Kleidungsstücken in denen wir „leben“, die wir lieben, in denen wir uns immer gut und „wie wir selbst“ fühlen. Dies sind die Teile, die uns über Jahre oder Jahrzehnte begleiten und idealerweise den größten Part unseres Kleiderschrankes ausmachen sollten. Für mich persönlich sind dies Klassiker wie das perfekte weiße Tshirt auf der einen Seite und Basics mit dem „Gewissen Etwas“ auf der anderen Seite. Zu Letzteren gehört für mich beispielsweise eine lässige weite Hose (meine ist von Phillip Lim, schwarz und hat ein braunes Karomuster) aus einer leichten Wollqualität, die ich superchic, aber auch sportlich stylen kann. Letztlich ist es aber ganz individuell, welche Stücke dieses Garderoben-Fundament ausmachen. Es gibt hierbei kein Richtig oder Falsch, es geht eher darum herauszufinden, welches diese Teile sind und diese dann unterschiedlich zu kombinieren und sie natürlich auch hier und da einmal mit einem neuen Stück „neu zu erfinden“.

Und hiermit kommen wir zum nächsten Kleiderschrank-Bestandteil: es sind die Teile, die man auch sehr gern trägt, die aber keine solche „Allrounder-Funktion“ haben und klar in eine bestimmte (relativ festgelegte) Kategorie fallen. Das könnte beispielsweise der Tuxedo-Blazer oder die Seidenbluse sein. Der Kapuzenpulli oder die geliebte bunte Haremshose. Dies sind Sachen, die für bestimmte Anlässe (Ausgehen/Party, Sport, Urlaub, Spielplatz) perfekt sind, aber nicht für jeden Tag und jeden Einsatz passend sind. In Kategorie 2 fallen auch Trend-Teile, die sich nach einer gewissen Zeit des Tragens vielleicht „unmodern“ anfühlen, die man aber trotzdem nicht weggeben möchte, da sie einem stilmäßig entsprechen und gefallen. Ist das der Fall (und hat man die Trends nicht wegen der Trends, sondern um der Teile willen um dem eigenen individuellen Still entsprechend gekauft), dann wird man immer mal wieder darauf zurückgreifen und sie sind eine schöne Erweiterung an Styling-Möglichkeiten.

Und, last but definitiv nicht least, die „Special Teile“. Hiermit meine ich solche Kleidungsstücke und Accessoires, die man unbedingt haben musste, die einen einfach nicht losgelassen haben, solche, die einen nicht am Schaufenster vorbeigehen ließen ohne das Geschäft zu betreten. Auf den ersten Blick und als Einzelteile betrachtet, passen diese Sachen oft nicht so richtig zum Rest unseres Kleiderschrankes, aber gerade das macht einen Teil ihres Reizes für uns aus. Sie haben emotionalen Wert, wir würden uns niemals trennen. Wie diese sehr speziellen Teile dann trotzdem zum Rest passen? Indem wir sie zusammen mit dem „Fundament“, unseren Everyday Lieblingen, tragen. Das gibt ihnen die „Erdung“ und lässt sie stimmig an uns wirken.

Modernes Styling ist also immer ein Gleichgewicht aus Kleidungsstücken, die für jeden Tag funktionieren, sowie einer Mischung aus individuellen Stücken mit spannenden und emotionalen Elementen. Dieser Mix ist höchst individuell und für jeden Einzelnen von uns unterschiedlich. Mein Tipp also: Findet euren Style, hört auf euer Bauchgefühl und bleibt euch treu. Es geht nicht darum, sich jede Saison neu zu erfinden, sondern einen Stil mit Wiedererkennungswert zu entwickeln und diesen mit Selbstbewusstsein zu tragen.

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