Wenn von einem Stylisten gesprochen wird, dann meint man zumeist einen Mode-Stylisten. Etwas allgemeiner gefasst ist es jedoch eine Person, die in einer Produktion (zumeist im Bereich von Fotografie, Film und Theater, aber auch z.B. für Printformate) dafür verantwortlich ist, Ideen, Bilder oder ein spezielles Image zu visualisieren. So verpasst der Stylist vielleicht dem Tatort-Kommissar mit leicht abgenutzten Cordhosen, einer Bikerlederjacke und Heavy Metal Tshirts seinen ganz speziellen “Look“, beim Modeshooting mit dem Thema “Vintage Marrakesch“ erarbeitet er vielleicht ein Konzept aus fließenden Gewändern und bestickten Kopftüchern in pastelligen und Erdtönen und bei seinem Auftrag für die Stadt in der es um Verkehrssicherheit geht, besorgt er vielleicht Funktionskleidung und Fahradhelme in Neonfarben. Der Stylist “verbildlicht“ also Figuren und Botschaften und schafft – speziell in der Werbung und beim Celebrity-Styling – eine (möglichst einzigartige und unverkennbare) Brand. So könnte sich der Kostümbildner (oder „Theater-Stylist“) fragen, was der moderne Hamlet wohl tragen würde. Patricia Field hatte die Aufgabe zu lösen, welche Outfits & Looks wohl zur extrovertierten Samantha, zur romantischen Charlotte, zur nüchternen Miranda und zur verträumt-kreativen Carrie in „Sex and the City“ passen. Der Stylist beim Werbe-Dreh für Kärcher müsste sich überlegen, wie sich Mann und Frau wohl beim “kärchern“ im Garten kleiden…

Die Aufgabe eines Stylisten beginnt also normalerweise mit der Vorarbeit der Visualisierung, z.B. in Form von Story-, und Moodboards, eventuell im engen Austausch mit den Verantwortlichen und anderen Kreativen. Im Weiteren müssen passende Modells, Schauspieler, Typen gesucht und gefunden werden, dann die dazugehörigen Outfits in den entsprechenden Größen. Je nach Auftrag, legt der Stylist dann auch z.B. beim Shooting selbst nochmal Hand an, drapiert, steckt und “stylt“ bis die gewünschte Wirkung entsteht.

Welche Dienstleistungen bietet ein Stylist sonst noch an?

Das Spektrum an Aufgaben und Services eines Stylisten ist recht breit. Er kann eine Modestrecke konzipieren und umsetzen, er kann sich auch ausschließlich um die Suche nach geeigneten Outfits (z.B. für Film oder Werbung) und die dazugehörige Logistik kümmern, er kann als (Personal) Stylist selbständig als professioneller Einkaufsberater-, und Begleiter, also Personal Shopper, tätig sein oder er kann im Celebrity-Styling arbeiten (hierbei werden Stars & Sternchen mit Outfits für Events versorgt und dann veranstaltungs-, und imagegerecht vom (Personal) Stylist gestylt. Eine weitere Möglichkeit ist die Spezialisierung auf Personal Branding. Hierbei geht es, einfach gesagt, darum, u.a. auch mithilfe der Kleidung (z.B. eines „Signature Looks“/ bestimmter wiederkehrender Elemente (z.B. übergroße Ohrringe, knallige oder monochrome Farben, sportliche oder casual Elemente…) ein ganz bestimmtes Image/Bild für eine Person zu kreieren.

Dem Mode-Styling nahe stehen natürlich auch die Bereiche des Make Up- und Hair Stylisten. Es gibt aber auch den Automobildesigner (“automotive stylist“), der Kraftfahrzeuge gestaltet und den den Food-Stylisten, der Lebensmittel anrichtet, präpariert und “foto-, (bzw. kampagnen-, und werbe-)-tauglich“ macht.

Wie wird man Stylist?

Ebenso wie beim Personal Shopper ist ein Modebackground sehr empfehlenswert um Erfolg zu haben. Wer Kostümbildner oder Modedesign gelernt und/oder studiert hat, hat eine gute Grundvoraussetzung für den Beruf des Stylisten. Ebenso ist der Modejournalismus (als Studium z.B. bei der Akademie Mode&Design AMD angeboten) eine gute Basis. Grundsätzlich gibt es aber keine geschützte Berufsbezeichnung und daher auch nicht “den einen“ Werdegang. Wer am Ball bleibt, sich (nachhaltig) für Mode begeistert, gern kreativ arbeitet, bereit ist, auch “unglamouröse“ Aufgaben zu übernehmen, logistisch, ästhetisch und konzeptionell fit ist, für den ist auch ein Quereinstieg nicht nur möglich, sondern sicherlich auch machbar!

Ich für meinen Teil habe lange Jahre im Einzelhandel und dort als Geschäftsführerin einer Premium-Fashion Boutique gearbeitet. Ich war für neue Labels, Trends und den internationalen Einkauf zuständig und konnte – neben meiner täglichen Arbeit beim Beraten der Kunden – in den Showrooms und auf den Messen in Paris, Mailand und Berlin meine Erfahrungen rund um Materialien, Schnitte, Styling, Farben und Passformen sammeln. Ich liebe es bis heute, für meine Kunden die schönsten Looks zu finden und Kleidung und Mode dafür zu nutzen, dass sie uns dabei hilft uns stark, individuell und schön zu fühlen.

Und falls ihr auch Interesse an einer Beratung, einem Personal Shopping oder auch an einem Kleiderschrankcheck habt, bei dem wir Sortieren, aus dem Bestehenden neue Outfits zusammenstellen und ich euch einiges an Information und Tipps rund um ein modernes Styling gebe, dann meldet euch gern unverbindlich bei mir. Telefonisch, oder auch gern per Mail – ich freu mich. Liebe Grüße, Heide

 

 

Wie funktioniert die Online Stilberatung von Stitch Fix?

Überblick des Online Stilberatungs Service von Stitch Fix. Wie funktioniert das amerikanische Online Personal Shopping Modell von Stitch Fix eigentlich und was ist der Unterschied zu den deutschen Vertretern?

Wie funktioniert Einkaufsberatung mit einem persönlicher Shopping Berater?

Neben dem Knowhow rund ums „Technische“ geht es im Beruf des Shopping Beraters darum, zu erkennen, welche Kleidung zu welcher Persönlichkeit passt und wie man diese Persönlichkeit perfekt „kleidet“.