Es ist ein Klischee und doch eben nicht. Viele von uns stehen morgens vor dem prall gefüllten Kleiderschrank und wissen nicht, was sie anziehen sollen. Du kennst das nur zu gut und möchtest diesen Zustand ändern? Dann müssen wir uns zunächst einmal fragen, warum wir denn nun, trotz der Menge an Kleidung, scheinbar nicht das „Richtige“ im Schrank haben und dann am Ende doch häufig nur immer wieder zur „langweiligen“ Jeans-Tshirt/Pulli-Kombination greifen.

Ich habe schon mit vielen Kundinnen gemeinsam ihre Kleidung durchstöbert und halte diese 5 Gründe für das Problem:

1. Deine Garderobe besteht aus zu vielen Highlights und zu wenig „Essentials“

Viele Muster, viele Farben, Prints, Glitzer & unterschiedlichste Stilrichtungen. Mode & Shopping macht dir Spaß, du lässt dich gern von Freunden, Trends, Outfits auf der Straße, der Urlaubsstimmung etc inspirieren und das schlägt sich auch in deinem Kleiderschrank nieder. Meist kaufst du ohne Bedarf oder Plan, aus dem Bauch heraus, um dir etwas Gutes zu tun oder einfach das schöne Gefühl zu haben ein tolles neues Teil erstanden zu haben und ausführen zu können.

Impulskäufe kennt fast jeder von uns. Bedarfskäufe sind eher selten geworden, daher macht es eventuell Sinn, sich ein wenig Zeit zu nehmen und sich ein paar Gedanken zu machen, bevor man zuschlägt und das gute neue Stück nach nur wenigen Tagen zwischen den anderen „mal eben mitgenommenen“ Teilen verschwindet.

Das soll im Umkehrschluss nun nicht heißen, dass man nur und ausschließlich mit einem fixen Plan im Kopf losziehen sollte, aber sinnvoll ist es unter Umständen eben schon, sich vor dem Kauf zumindest diese 3 Fragen zu stellen:

  • Fallen mir auf Anhieb 3 Teile ein mit denen ich es kombinieren kann?
  • Kann ich es vielseitig und alltagskompatibel stylen und tragen?
  • Entspricht es meinem Stil und möchte ich es so lang wie möglich tragen?

Gerade bei den „Hingucker“-Teilen lässt oft die Kombinierbarkeit und Alltagskompatibilität zu wünschen übrig. Sind es dann auch noch Trendteile, dann ist es fraglich, ob sie mehrere Saisons getragen werden und sich der Kauf (nachhaltig) lohnt. Und an dieser Stelle komme ich dann auch zu den „Essentials“ oder „Basics“. Eyecatcher brauchen meist einen Gegenpart, ein Kleidungsstück, das die Balance im Outfit wieder herstellt, den Look etwas ruhiger macht. Solche Essentials sollten das Fundament in jedem Kleiderschrank sein, so dass auch die „Special Teile“ richtig zur Geltung kommen können.

Die richtige Menge an Highlights & Essentials? STYLEFINDS

Die richtige Menge an Highlights & Essentials? STYLEFINDS

 

2. Deine Garderobe ist „outdated“

Du interessierst dich nicht sonderlich für Mode und gehst auch nicht gerne Shoppen. Die großen Geschäfte und Ketten und die riesige Auswahl online überfordern dich eher, als dass sie dir einen Anreiz zum Stöbern geben?

Manchmal führt das dazu, dass man tatsächlich nur noch Bedarfskäufe tätigt und/ oder einfach an dem was bereits im Schrank ist, festhält. Das ist ja per se (und was den Gedanken der Nachhaltigkeit angeht) auch gar nicht verkehrt (und spart eine Menge Geld), es hat aber manchmal auch zur Folge das die Auswahl an Kleidung „unmodern“ oder –  auch wenn sie evtl noch bestens passt – „unpassend“ wirkt. Ein gutes Beispiel hierfür sind z.B. klassische Hosenanzüge. Sie wirken, insbesondere komplett getragen, häufig etwas „aus der Zeit gefallen“, hat sich der Stil doch im Allgemeinen hin zum Business-Casual und weg vom heutzutage doch recht konservativ anmutenden Kostüm oder Anzug in grau, schwarz und dunkelblau entwickelt. Auch bestimmte Silhouetten und Passformen sind einfach in die Jahre gekommen und wirken dann schnell etwas altbacken oder bestenfalls langweilig. Darüberhinaus sollte man auch ehrlich festhalten, dass sich nicht jedes Teil zum Aufbewahren eignet. Hier muss dann auch Material und Zustand stimmen. Für ein „Fresh Up“ der Garderobe reicht meist ein strukturiertes Aussortieren und ein paar zeitlos-moderne Teile, die die „Oldies but Goodies“ dann wunderbar komplettieren und den Look ins Jetzt holen :).

 

3. Dein Kleiderschrank ist schlichtweg zu voll

Du siehst vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Mehrfach hintereinandergestapelte Pullis, übervolle Schubladen mit Tshirts, eng zusammengequetschte „Hängeware“ wie Blusen und Kleider etc. Kein Wunder dass du beim Öffnen deines Kleiderschranks Stress anstatt Freude empfindest: ein Teil der Kleidungsstücke ist unauffindbar, der andere Teil zerknittert und einen dritten Teil hast du gar nicht mehr auf dem Schirm. Hier heißt es ganz einfach: Aussortieren oder, wenn es die Räumlichkeiten zulassen, mehr Platz für deine Schätze. Denn nur so vermeidest du, dass du in 90% der Zeit Sressvermeidung betreibst und dir einfach das herausziehst, was vorne liegt oder gerade aus der Wäsche kommt.

Kleiderschrank zu voll? STYLEFINDS

Kleiderschrank zu voll? STYLEFINDS

 

4. Deine Garderobe ist zu eindimensional

Bei diesem Punkt geht es mir nicht darum verschiedene Stilrichtungen im Kleiderschrank haben zu müssen, sondern vielmehr darum, dass Materialien, Passformen und Silhouetten sich unterscheiden müssen um eine gewisse Bandbreite an Styling-Optionen zu haben. So lässt sich eine Hemdbluse anders stylen als eine lockere Shirtbluse, ein enger kurzer Strickpulli anders als ein weites Grobstrickmodell, eine Marlenehose anders als eine Karotte oder eine Skinny Jeans. Eignet sich der gerade geschnittene etwas längere Blazer perfekt um ihn zu schmaler Jeans und Tshirt zu tragen, so ist der „kleine taillierte“ Blazer oft zur weiten Hose oder zum gerade geschnittenen Kleid der passendere. Es macht also Sinn beim Shoppen darauf zu achten, nicht den nächsten figurbetonten hüftlangen Pulli in dicker Wollqualität, sondern vielleicht einmal ein locker und etwas kürzer sitzendes Modell in Viskose auszuprobieren. Du wirst überrascht sein wie viel neue Tragemöglichkeiten und Looks sich damit ergeben.

 

5. Die Qualität deiner Kleidung lässt zu wünschen übrig

Du fragst dich, warum manche Styles und Outfits an „anderen so irre gut aussehen“ und bei dir selbst nur „so lala“? Häufig ist das tatsächlich eine Qualitätsfrage. Der Unterschied zwischen einem günstigen Fast Fashion und einem hochwertigeren Produkt ist neben den verwendeten Materialien häufig auch die Verarbeitung. Minderwertige „Hardware“ (Knöpfe, RV, Details) und eine entsprechende Verarbeitung (wie verlaufen die Nähte, sind die Stoffe mit genug Spiel eingefasst, funktionieren die Reißverschlüsse, gibt es ein Futter, sieht man bereits nach 1-2x Tragen Gebrauchsspuren am Material?…) tragen viel zur Gesamtwirkung deines Looks bei.

Wenn du Lust hast, dann lass uns gerne besprechen, ob einer dieser Gründe auch bei dir für Ratlosigkeit vor dem Kleiderschrank sorgt und ob ich dich entweder mit dem STYLEFINDS Personal Shopping oder auch dem STYLEFINDS Kleiderschrankcheck darin unterstützen kann, deine Garderobe so zu gestalten, wie du sie dir wünschst. So dass du in Zukunft viele Lieblingsstücke und noch mehr unkomplizierte und coole Styling-Optionen zur Verfügung hast.

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